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Zeitablauf
Diese Chronologie zeigt den Ablauf der Ereignisse in der Grundforschung, die zu den wesentlichen Erkenntnissen über Plattentektonik und verwandte Vorgänge führten.
Mitte 1890
John Milne entwickelt den Seismographen, schafft ein Netzwerk von seismographischen Stationen im britischen Reich.
Zu Beginn 1900
Wissenschaftler benützen seismographische Forschung, um die innere Struktur der Erde zu sondieren und entwickeln ein Modell von konzentrischen Schichten für Kern, Mantel, und Oberflächekruste.
1915
Der deutsche Wissenschaftler Alfred Wegener veröffentlicht seine damals radikale Theorie von der Kontinentaldrift in “Die Ursprünge der Kontinente und Ozeane“.
Mitte 1950
Patrick M. S. Blackett, S. Keith Runcorn, und Edward Irving sammeln paleomagnetische Daten von mehrerer Kontinenten, die eine offenbare Verlagerung der Erdmagnetpole zeigen, übereinstimmend mit Wegeners Drift-Theorie.
1959
Bruce Heezen, Marie Tharp, und Maurice Ewing von der Columbia Universität veröffentlichen die ersten ausführlichen Karten des den Globus umspannenden mittelozeanischen Gratsystems.
1962
Um die mittelozeanischen Rücken zu erklären, schlägt Harry Hess von der Princeton Universität vor, daß sich der Meeresboden langsam von den Rücken aus wegbewegt, getrieben von Konvektionsströmungen im Mantel.
1963
Fred Vine und Drummond Matthews von der Cambridge Universität entdecken eine Verbindung zwischen der Verschiebung des Meeresbodens und den umgepolten "Magnetstreifen" am Meeresboden.
1963-1966
Allan Cox, Richard Doell, und Brent Dalrymple vom Amerikanischen Geologischen Dienst und Ian McDougall von der australischen Nationalen Universität bestimmen den Zeitmaßstab für die Umpolungen des Erdmagnetfeldes durch Messungen von oberirdischen Lavaströmen.
1965
Vine und J. Tuzo Wilson von der Universität von Toronto bestärken die Vine-Matthews Hypothese mit zusätzlichen Belegen für magnetische Umpolungen am Meeresboden beim Juan de Fuca Rücken. Später im selben Jahr zeigen Tiefseekerne, die von Columbias Neil Opdyke gesammelt wurden, einen übereinstimmenden Zeitmaßstab. Die Verschiebung des Meeresbodens gilt als bewiesen.
Späte 60iger
Wilson prägt den Begriff "Platte" während er das Konzept einer Verschiebung des Meeresbodens zu einer neuen wissenschaftlichen Weltsicht - Plattentektonik - weiterentwickelt.
Späte 60iger
Xavier Le Pichon, Dan McKenzie, und W. Jason Morgan definieren die Formen der Platten und wie ihre Bewegung und Lage auf dem Globus mit elementarer kugelförmiger Geometrie beschrieben werden könnten.
1968
Bryan Isacks, Jack Oliver, und Lynn Skyes erkennen, daß Tafeln von Material stabil genug um Erdbeben auszuhalten, in tiefe Gräben absinken, und dabei Erdbebenzonen schaffen.
1977
das Nationale Programm zur Verringerung der Erdbebengefahr wird geschaffen, um Erdbebengefahren überall in den Vereinigten Staaten zu reduzieren.
1977
Jack Corliss von der Staatsuniversität in Oregon und Robert Ballard vom Ozeanographischen Institut in Woods Hole entdecken die ersten Tiefseethermalquellen während einer Expedition zum Galápagosgraben. Die Wissenschaftler finden einmalige und unerwartete Tiergemeinschaften an den Austrittsstellen im Meeresboden.
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