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JENSEITS VON ENTDECKUNGEN

DIE AUFKLÄRUNG DES VITAMIN D RÄTSELS

VON SPRENGSTOFFEN ZUM GAS, DAS HEILT

DIE GESCHICHTE DER HEPATITIS B

DAS ENTWAFFNEN EINES TÖDLICHEN VIRUS

POLYMERE UND MENSCHEN

WENN DIE ERDE BEBT

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Die Aufklärung des Vitamin D Rätsels

Ein Fall von Verwechslung

Das Verfolgen der Krankheitsursache

Eine Substanz verschieden von Proteinen und Salzen

Die Pirsch auf Rachitis

Begrifferaten

Die Verbindung zwischen Vitamin D und der Kontrolle von Kalzium

Mehr als nur eine Methode der Kalziumregulation

"..eine Substanz verschieden
von Proteinen und Salzen..."

Der holländische Arzt Christiaan Eijkman wurde in den späten achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts nach Ostindien geschickt (nun Indonesien), um zu erforschen, warum Beriberi dort so weitverbreitet war. Eijkman beobachtete, daß die Hühner in seinem Laboratorium in Jakarta unter Symptomen einer neuronalen Erkrankung, der Polyneurititis, litten, die jenen für Beriberi auffallend ähnlich waren, Muskelschwäche, Nervendegeneration und Lähmung eingeschlossen. Er begann eine Folge von Experimenten mit dem Ziel einen Auslöserorganismus zu finden. (Wie die meisten seiner Zeitgenossen wurde Eijkman von der Arbeit Louis Pasteurs beeinflußt und ging davon aus, daß ein Bakterium Beriberi verursachte.)

Eijkman scheiterte hierin, erzielte aber 1897 etwas wesentlich Bedeutenderes. Er zeigte, daß die Hühner jeweils an der Beriberi-ähnlichen Polyneuritis erkrankten, sobald ihr Futter auf polierten Reis umgestellt wurde, Reis dessen äußere Schale entfernt worden war. Er bewies außerdem, daß durch die Zugabe von Kleie (den durch das Polieren entfernten Teilen) zum Hühnerfutter, die Krankheit geheilt werden konnte.

Eijkman und sein Nachfolger Gerrit Grijns benutzten später Wasser oder Äthanol, um den mysteriösen anti-neuritischen Faktor aus den Reisschalen zu extrahieren. "Eine Substanz unterschiedlich von Proteinen und Salzen befindet sich in den Polituren von Reis " schrieben die zwei Forscher 1906, "die für die Gesundheit unentbehrlich ist, und dessen Mangel ernährungsbedingte Polyneuritis verursacht".

 

 

Holländischer Arzt Christiaan Eijkman demonstrierte die Beziehung zwischen Nähr Mangel und Krankheit durch seine Studien von beriberi in Indonesien während des späten neunzehnten Jahrhunderts-- Arbeit, die ihn der 1929 Nobelpreis für Physiologie oder Medizin verdiente. (Das Nobel Foundation)

Zwei holländische Chemiker, B. C. P. Jansen und W. Donath, die in Eijkmans altem Laboratorium in Jakarta arbeiteten, kristallisierten 1926 den wasserlöslichen anti-neuritischen Faktor, nun Vitamin B1 oder Thiamin genannt, aus der Kleie von Reis.

Bald nach der Jahrhundertwende kam ein weiterer Forscher zur Erkenntnis, daß gewisse "zusätzliche Nahrungsfaktoren" existierten. Der englische Biologe Sir Frederick Gowland Hopkins entwickelte diese Vorstellung im Verlauf von Studien, die mit seiner Entdeckung der Aminosäure Tryptophan im Jahr 1901 begannen. Aufbauend auf von ihm entwickelten Techniken, begann Hopkins eine Folge von jetzt klassischen Experimenten, die demonstrierten, daß vollständige Nahrung (im Gegensatz zu gereinigten Formen von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten) bestimmte unbekannte Bestandteile enthielt, die für Gesundheit und Wachstum essentiell waren.

Der Biochemiker Casimir Funk glaubte aufgrund eigener Studien, daß diese Faktoren Amine waren (Verbindungen, die aus Ammoniak hergeleitet sind) und schlug als Namen für die Faktoren "vitale (lebenswichtige) Amine" oder kurz "Vitamine" vor. Das "e" im englischen Namen wurde später abgelegt als Wissenschaftler erkannten, daß diese unterschiedlichen Nährstoffe andere chemische Eigenschaften und Funktionen haben und, daß viele überhaupt keine Amine enthielten. Hopkins und Christiaan Eijkman - in später Anerkennung seiner fruchtbaren Studien über Beriberi - teilten sich 1929 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung essentieller Nährstoffe.

Etwa zur gleichen Zeit zu der Hopkins die Existenz von Vitaminen demonstrierte, erforschten andere Wissenschaftler die Wirkungen verschiedener Diäten auf die Gesundheit von Versuchstieren. Im Verlauf der nächsten zwei Jahrzehnte würden sie eine Anzahl von Vitaminen identifizieren und wiederholt demonstrieren, daß diese essentiellen Nährstoffe nicht gleichmäßig in der Nahrung, die wir aufnehmen, verteilt sind.

Die Forscher Elmer McCollum und Marguerite Davis aus Wisconsin entdeckten zum Beispiel einen fettlöslichen Zusstzstoff. Durch das Füttern von Ratten mit unterschiedlichen Diäten und die Beobachtung der Wirkungen auf das Wachstum und die Gesundheit der Tiere, fanden McCollum und Davis, daß die neue Substanz in Eigelb und Butterfett auftrat, aber nicht in Schweineschmalz und anderen Fetten. Sie nannten den Nährstoff "fettlösliches Vitamin A". Die Wissenschaftler zeigten weiterhin, daß Vitamin A in der Nahrung Nachtblindheit und die Augenkrankheit Xerophthalmia verhindert. Die Arbeitsgruppe von L. B. Mendel und T. B. Osborne veröffentlichte innerhalb von Wochen unabhängig davon ähnliche Resultate.

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